Interview mit Marjana Schott

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DIE LINKE ist für eine Weiterbeschäftigung des erfahrenen Flüchtlingsarztes Gotthard Weigand am Frankfurter Flughafen

Dienstag, 12. Januar 2010


Anlässlich der Entlassung des Flüchtlingsarztes auf dem Frankfurter Flughafen durch das Regierungspräsidium Gießen erklärt Barbara Cárdenas, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
 
„Die Entscheidung des Gießener Regierungspräsidiums, den Tropenmediziner Gotthard Weigand nach zehn Jahren engagierter Betreuung von Flüchtlingen den Laufpass zu geben, ist gegen die Interessen der Flüchtlinge im Transitbereich des Flughafens und völlig inakzeptabel.
DIE LINKE protestiert gegen die oberflächlich begründete Entscheidung des RP Gießen. Die Aussage, es habe Probleme mit der Vertretung gegeben, wenn Weigand nicht erreichbar gewesen sei, zeigt die Organisationsschwäche des verantwortlichen RP und hat nichts mit der Person Weigand zu tun.“
 
 
Vollkommen absurd sei die Vorstellung, dass Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge, die oftmals schwer traumatisiert den Flughafen erreichen, nun besser von der Medical Service GmbH des Flughafens betreut werden könnten, so Cárdenas. Für die Medical Service GmbH seien vorrangig Arbeitsmediziner tätig und auf dem Gebiet der medizinischen Behandlung von Flüchtlingen gänzlich unerfahren.