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Von Inklusion reden, aber das gegliederte Schulsystem zu zementieren - das ist der falsche Weg

Mittwoch, 29. September 2010

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Gesetzentwurf der SPD-Fraktion für ein neues Schulgesetz erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der vorgelegte Gesetzentwurf garantiert leider keine Chancengleichheit. Frei nach der Devise ‚Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass', tastet er die Gliedrigkeit des Schulsystems nicht an. Doch genau diese ist für die vielfältige Ungleichheit der Chancen verantwortlich. Es genügt deshalb nicht, Hauptschulen und Realschulen zu einer Schule zu verschmelzen, aber die Gymnasien unangetastet zu lassen.

Ein hoch selektives, weil gegliedertes Schulsystem, fördert außerdem nicht das von der LINKEN befürwortete, inklusive System. Es muss jedoch darum gehen, dass alle Kinder, benachteiligt, hochbegabt oder behindert, als gleichwertig angesehen und nach ihren Bedürfnissen gefördert müssen werden. Will die SPD, dass die erweiterten Realschulen allein die großen Herausforderungen stemmen?"

Der Gesetzesentwurf enthalte aber auch positiv zu beurteilende Neuerungen. DIE LINKE begrüße die Wahlmöglichkeit zwischen Religion und Ethik, die Wiedereinführung des herkunftssprachlichen Unterrichts, das Anrecht auf individuelle Sprachförderung und die Stärkung der Schulkonferenz.


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