Interview mit Marjana Schott

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Ernst machen mit Integrationspolitik – statt üble Stimmungsmache betreiben!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Zur Forderung der GRÜNEN-Landtagsfraktion nach Aufstockung der Mittel für Integrations- und Sprachkurse erklärt Barbara Cárdenas, migrations- und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist unglaubwürdig und ein Zeichen von Doppelmoral, wenn CDU/CSU-Politiker vermeintliche ‚Integrationsverweigerung' bei Migranten beklagen und die schwarz-gelbe Bundesregierung gleichzeitig nicht genügend Mittel für Integrations- und Sprachkurse zur Verfügung zu stellt.

Selbstverständliche müssen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden – doch das genügt nicht. Auch eine andere Bildungspolitik ist vonnöten. Denn fehlende Sprachkenntnisse bei Kindern aus Migrantenfamilien sind nicht einfach selbstverschuldet, sondern Ergebnis einer verfehlten Bildungspolitik in Deutschland, bei der ein Bildungserfolg viel zu sehr vom sozialen Status abhängig ist."

Schuldzuweisungen und Rufe nach Abschottung, wie sie in den letzten Wochen seitens von Unionspolitiker zu hören gewesen seien, sollten offenbar die Verfehlungen der bisherigen Politik kaschieren und bestehende Ressentiments bedienen, so Cárdenas. Damit müsse endlich Schluss sein.

DIE LINKE fordere, dass endlich ein Rechtsanspruch auf Kursteilnahme für bereits länger hier lebende Migranten sichergestellt und für eine faire Bezahlung der Lehrkräfte gesorgt werde.

Cárdenas: „Die Landesregierung ist gefordert, in dieser Angelegenheit initiativ zu werden."