Interview mit Marjana Schott

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Armseliger Etikettenschwindel: CDU/CSU versucht Auslese im Bildungsbereich als individuelle Förderung zu verkaufen!

Freitag, 29. Oktober 2010

Zur gemeinsamen Erklärung der bildungspolitischen Sprecher von CDU/CSU erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag, Barbara Cárdenas:

„Was die UnionsvertreterInnen hier vorlegen, ist die Festschreibung der Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem. Nach allen Untersuchungen hat Deutschland das sozial selektivste Schulsystem aller vergleichbaren Länder. Auslese als individuelle Förderung verkaufen zu wollen ist politisch unerträglich und moralisch verwerflich."

In Hessen seien die Chancen von Kindern aus reichem Elternhaus ein Gymnasium zu besuchen dreimal so hoch wie die von Kindern aus ärmeren Elternhäusern. Letztere wiederum gingen sechsmal so wahrscheinlich auf eine Hauptschule. Das dreigliedrige Schulsystem gewähre demnach keine Durchlässigkeit und somit auch keine Chancengerechtigkeit, so Cárdenas.

„Wir fordern das gemeinsame Lernen aller von der ersten bis zur zehnten Klasse in einem Schulsystem, das junge Menschen nicht nach sozialer Herkunft aufteilt, sondern tatsächlich individuell fördert. Das geht nicht ohne eine deutliche Ausweitung der Bildungsausgaben auf allen Ebenen", erklärt Cárdenas.


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