Interview mit Marjana Schott

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Umbau zu Integrierten Gesamtschulen: Nein des Kultusministeriums ist unverständlich!

Donnerstag, 13. Januar 2011

Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hat sowohl Hanau als auch Butzbach untersagt, bestehende Schulen zu Integrierten Gesamtschulen (IGS) umzubauen. Die Stadt Hanau hat dagegen inzwischen vor dem Verwaltungsgericht Klage eingelegt. Hierzu erklärt, Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Ministerin Henzler soll uns nichts mehr erzählen von ihrem Steckenpferd, der Selbständigen Schule. Immer dann, wenn Schulen eine selbständige Entscheidung treffen, die dem Kultusministerium nicht genehm ist, hat die Selbständigkeit ganz schnell ein Ende!

Die IGS ist die Schulform, die alle Abschlüsse ermöglicht und wo durch ein integriertes Unterrichtsangebot Kinder nicht frühzeitig in Gymnasial-, Real- und Hauptschulkinder eingeteilt werden. Zudem kann dort das Abitur wieder in neun Jahren abgelegt werden, was die Schulzeit entschleunigt. Genau das wünschen sich viele Eltern und ihre Kinder.

Integrierte Gesamtschulen kommen unserer Vorstellung von einem Gemeinschaftsschulsystem, das die bisherigen Schulformen im weiterführenden Bereich ersetzt, am nächsten."

Soziale Ausgrenzung könne hier verhindert werden, gemeinsames Lernen stehe im Vordergrund, Unterrichtsprojekte und individuelle Förderung seien zentral für das pädagogische Geschehen in einer IGS. DIE LINKE wünsche Hanau und Butzbach, dass dieser „Schlag ins Kontor", wie es der Butzbacher Bürgermeister genannt habe, zurückgewiesen werde und beide Vorhaben letztlich wie gewünscht doch noch umgesetzt werden könnten.


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