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Selbstständige Schule: ‚Kleines Schulbudget' erzwingt schmerzhafte Sparmaßnahmen
Donnerstag, 20. Januar 2011
Durch einen selbstständig zu verwaltenden Etat sollen hessische Schulen vermeintlich den Weg zu mehr Eigenverantwortung geebnet bekommen. Dass das Konzept jedoch eine Mogelpackung ist, ist heute in der FAZ dem Artikel ‚Gesamtschulen gegen Kürzungen' zu entnehmen. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Durch die Zusammenlegung von bisher einzeln bewilligten Geldern für verschiedene Bereiche wie Lernmittel oder Fortbildungen, sollte den Schulen mit dem so genannten ‚kleinen Budget' mehr Entscheidungsspielraum für einzelne Ausgaben eingeräumt werden.
Doch wie die Leitungen der Frankfurter Gesamtschulen nun feststellen, ging die Einführung des ‚kleinen Budgets' mit einer Mittelkürzung einher. Einige Posten, die zu dem Gesamtbudget addiert wurden, sind gar nicht in vollem Umfang berücksichtigt worden."
Es sei eine Unverschämtheit, so Cárdenas, auf diese Weise im Bildungsbereich erneut Kürzungen vorzunehmen und diese im Vorfeld nicht zu thematisieren. Mit den Folgen müssten nun die Schulen zurechtkommen.
Cardenas: „Diese Form der Selbstständigkeit heißt: Die Schulen müssen nun selbst entscheiden, wie sie die unzureichenden Mittel einsetzen und wo sie Einsparungen vornehmen.
Die schwarz-gelbe Landesregierung fördert nicht Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, sondern reicht schlicht den Schwarze Peter weiter."









