Interview mit Marjana Schott
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Integrative Gesamtschulen: Der Elternwille zählt nicht
Donnerstag, 27. Januar 2011
Zu den Antworten der Hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) im heutigen Kulturpolitischen Ausschuss am Hessischen Landtag auf den Berichtsantrag der SPD bezüglich der Genehmigungen Integrativer Gesamtschulen erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:
„Die Antworten der Ministerin haben klar gemacht, dass die Elterninteressen ignoriert und bei der Entscheidungsfindung nicht berücksichtigt werden. Zwar hat Henzler das Anrecht der Eltern, den Bildungsgang ihrer Kinder (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) selbst zu bestimmen, eingeräumt. Allerdings sprach sie ihnen das Recht ab, die Schulform, auf der diese Bildungsgänge angeboten werden, selbst zu wählen."
Dabei sei für viele Eltern die IGS gerade deshalb attraktiv, weil die Kinder dort eine längere Zeit schulformübergreifend unterrichtet werden. Die Entscheidung, welcher Schulabschluss angestrebt werde, sei hier nicht schon nach Beendigung der vierten Klasse nötig.
Cárdenas: „Angesichts der Erkenntnisse, dass viele Grundschulempfehlungen eine hohe Fehlerquote aufweisen, ist es unverantwortlich, das Elternrecht an dieser Stelle zu beschneiden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Lehrerempfehlungen nicht selten von dem sozialen Hintergrund der Kinder beeinflusst werden."









