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Berufsschullehrkräfte – demnächst Lehrerinnen und Lehrer zweiter Klasse?

Donnerstag, 24. März 2011

Die Novellierung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HlbG) sieht eine Beschneidung der Kompetenzen von Ausbilderinnen und Ausbildern und von den Lehrkräften am Studienseminar an beruflichen Schulen in Hessen vor. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Durch die Abänderung des § 58 Abs. 4 des HlbG wird den Lehrkräften die Fähigkeit abgesprochen, Fächer außerhalb der beruflichen Orientierung in der Sekundarstufe II zu unterrichten!"

Dies bedeute einen Abbau der Gleichberechtigung der Lehrerschaft an den allgemein-bildenden und den beruflichen Schulen. Dabei sei die Prüfungsleistung der Schülerinnen und Schüler absolut vergleichbar, unabhängig von der Schulform.

„Die Lehrerinnen und Lehrer aus den Studienseminaren für berufliche Schulen haben bisher stets kompetent an einer Vielzahl von Schulformen unterrichtet. Es ist nicht verständlich, wieso ihnen diese Fähigkeit nun abgesprochen werden soll. Die Folge wäre, dass berufliche Schulen keine Hochschulzugangsberechtigungen mehr erteilen können, sofern nicht eine gymnasialberechtigte Lehrkraft dort unterrichtet.

DIE LINKE hat sich immer für eine Gleichstellung der beruflichen mit der allgemeinen Bildung eingesetzt. Diese Novellierung wäre ein Schritt in die falsche Richtung."


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