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Hessisches Schulgesetz: Mängelexemplar mit katastrophalen Folgen

Mittwoch, 08. Juni 2011

Zum neuen Schulgesetz der Hessischen Landesregierung erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Verabschiedung dieses Gesetzes ist für alle Betroffenen eine große Enttäuschung. Die vehementen Proteste von Opposition, Gewerkschaften, Lehrer-, Schüler-, und Elternverbänden stießen bei Schwarz-Gelb nur auf taube Ohren. Die Verhinderung von wirklicher Inklusion ist nur einer von vielen gravierenden Fehlern, die das Gesetz in dieser Form aufweist."

Wie schlecht die schwarz-gelbe Bildungspolitik sei, zeige sich auch in dem Lehrerbildungsgesetz. Denn eine Verankerung von sonderpädagogischen Inhalten sei in der Ausbildung nicht wirklich vorgesehen.

Cárdenas: „Auch die Selbständige Schule ist nicht akzeptabel. Durch diese Regelungen wird die Verantwortung für die Wirtschaftlichkeit der Schulen an diese übertragen und am Ende steht lediglich die Verwaltung des Mangels."

DIE LINKE lehne zudem eine weitere Ausdifferenzierung von Schulformen, wie sie mit der Einführung einer Mittelschule geschehen solle, strikt ab. Damit werde die soziale Selektion im Bildungswesen noch ausgeweitet.

Ebenso falsch sei das Beharren auf die Schulzeitverkürzung. Eltern, Schüler und Lehrer hätten sich deutlich gegen G8 ausgesprochen, sowohl aus sozialverträglichen als auch aus medizinischen Gründen.

Cárdenas: „Während der gesamten Auseinandersetzung um die Gesetzesnovellierung hat die Landesregierung und haben die Regierungsparteien CDU und FDP nur eines getan: Weg hören, die Augen schließen und wider besseren Wissens stur an überholten Methoden und falschen Weichenstellungen festhalten."


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