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CDU-Vorstand beschließt Abschaffung der Hauptschule: DIE LINKE tritt weiter für längeres gemeinsames Lernen ein

Montag, 27. Juni 2011

Der CDU-Vorstand hat heute ein neues Schulkonzept ohne Hauptschulen beschlossen. Danach kehrt auch die CDU vom dreigliedrigen Schulsystem ab und tritt für den Erhalt des Gymnasiums sowie die Schaffung einer neuen Oberschule ein, die Haupt- und Realschule vereint. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist erfreulich, dass die Position des bildungspolitischen Sprechers der hessischen CDU-Fraktion, Hans-Jürgen Irmer, der aus ideologischer Verblendung am dreigliedrigen Schulsystem festhalten will, offenbar selbst in der eigenen Partei auf keine Gegenliebe mehr stößt.
Weniger erbaulich ist, dass die CDU weiter an einem gegliederten Schulsystem festhalten will. Unzählige Studien belegen: Das bestehende, gegliederte Schulsystem ist nicht in der Lage die großen Bildungsprobleme dauerhaft zu lösen und gleiche Bildungsteilhabe zu gewährleisten. Deshalb bleibt DIE LINKE dabei: Die Zweigliedrigkeit ist bestenfalls ein Zwischenschritt, Ziel bleibt das gemeinsame Lernen im Rahmen des Konzepts ‚Eine Schule für Alle‘ – wie es beispielsweise in Finnland mit großem Erfolg praktiziert wird.“

Die hessische Situation sei leider davon gekennzeichnet, dass mit Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) und Hans-Jürgen Irmer (CDU) eine Bildungspolitik von vorgestern propagiert werde.
Die dabei anzutreffende Vorstellung, Kinder hätten eine feststehende Begabung, aufgrund derer nur bestimmte Leistungen zu erwarten seien und die eine entsprechende Einsortierung in bestimmte Schulformen verlangten, sei Ausdruck einer schlimmen ideologischen Verbohrtheit und Realitätsverleugnung, so Cárdenas.

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