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Hauptschulen: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist sich für keine Rechtfertigungsmär zu schade!

Donnerstag, 11. August 2011

Die schwarz-gelbe Landesregierung will mit allen Mitteln an der Hauptschule festhalten. Aktuell macht sich Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt erneut für das längst überholte Modell stark. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das dreigliedrige Schulsystem, das in Hessen inzwischen ein vielgliedriges geworden ist, steht für soziale Ausgrenzung und Diskriminierung. Doch mit immer neuen, in keiner Weise überzeugenden Behauptungen, versucht die hessische CDU, das lange überholte Modell schönzureden: Vor wenigen Wochen lautete die Rechtfertigung, es gebe bei Eltern den Wunsch nach Vielfalt, der das Beibehalten des unmodernen und ausgrenzenden Schulsystems notwendig mache. Nun nennt Ministerpräsident Bouffier den Fachkräftemangel als Grund.

Dass Schülerinnen und Schüler auch in ihren Leistungen von einem gemeinsamen Unterricht an einer Schule profitieren und der Erhalt der Hauptschule in keiner Weise für eine bessere Qualifikation der Schulabgängerinnen und- abgänger sorgt, wird hier dreist geleugnet."

Hinzu komme, dass viele Ausbildungsstätten Realschülerinnen und Realschüler den Hauptschülerinnen und Hauptschülern vorzögen, so Cárdenas. Wenn der Fachkräftemangel schon als Argument vorgebracht werde, so könne dessen Bekämpfung nur mit einer Bildungsreform, nicht aber mit dem Beibehalten von mangelhafter Schulpolitik geschehen.

Cárdenas: „Bildung hat in Hessen unter Schwarz-Gelb keinen hohen Stellenwert. Anders kann ich mir die ignorante und nicht zeitgemäße Haltung der Landesregierung nicht erklären."


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