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Klassengrößen: Massenschülerhaltung gegen Unterrichtsausfall

Freitag, 12. August 2011

Nach einer Verordnung des Hessischen Kultusministeriums zu Klassenmindest-  und  -höchstgrenzen vom 15. Juli 2011 sind die Klassengrößen zwar festgelegt. Gleichzeitig wird ein Hintertürchen aufgemacht, um die Klassengröße zu überschreiten. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hat mit der Regelung, dass die Schulen ‚im Rahmen der ihnen zugewiesenen Wochenstunden und nach Maßgabe ihrer schulischen Konzeption von den Schülerhöchstzahlen (…) abweichen‘ können, die Möglichkeit geboten, die bisherigen Klassenobergrenzen zu überschreiten. Wohin das führt, ist klar: Um Unterrichtsausfall zu vermeiden und die mangelnde Lehrerzuweisung zu kaschieren, werden die Schulen indirekt gezwungen, in eigener Verantwortung die Klassenhöchstgrenzen zu sprengen.“ 

Damit werde wieder einmal mehr deutlich: Unter dem Deckmantel der „Selbstständigkeit“ solle der Schwarze Peter den Schulen zugeschoben werden, frei nach dem Motto 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!'

"Die Trickkiste ‚Selbstständige Schule‘ hat sicher noch viele Überraschungen für uns parat. Sie wird der schwarz-gelben Bildungspolitik auf Kosten der Schülerinnen und Schüler noch so manchen Euro einsparen helfen", so Cárdenas abschließend.