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Kulturolympiade in Frankfurt am Main: Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) mal wieder auf Abwegen
Freitag, 20. April 2012
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Zur Diskussion um die Kulturolympiade unter verdeckter FederfĂŒhrung der nationalistischen GĂŒlen-Bewegung erklĂ€rt Barbara CĂĄrdenas, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:âIntegrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) wĂ€re gut beraten, von der Schirmherrschaft der Veranstaltung Abstand zu nehmen. Er setzt ein ganz falsches Signal, wenn er sich offiziell an die Seite der GĂŒlen-Bewegung stellt. Denn diese hat eine klar antidemokratische Ausrichtung.
Der in den USA lebende, aber in der TĂŒrkei Ă€uĂerst einflussreiche Prediger Fethullah GĂŒlen ist Vertreter eines ultrakonservativen Islam und eines pantĂŒrkischen Nationalismus, der in Verbindung mit den Grauen Wölfen steht und zur Vernichtung der Kurden aufruft.â
Es sei nicht das erste Mal, dass Minister Hahn in Sachen Integration in FettnĂ€pfchen tappe und fatale Signale aussende, so CĂĄrdenas. Erinnert sei an seine Entscheidung, Thilo Sarrazin ins Hessische Integrationsministerium einzuladen. Seine Beteiligung an der Veranstaltung âChancen und Grenzen der Integrationâ im MĂ€rz 2010 habe schon damals ein bezeichnendes Licht auf das IntegrationsverstĂ€ndnis von Minister Hahn geworfen.
CĂĄrdenas: âObwohl Sarrazins abfĂ€llige ĂuĂerungen gegenĂŒber Migrantinnen und Migranten Stereotype enthalten, wie sie im rechtsradikalen Diskurs zur Stimmungsmache benutzt werden, hat Minister Hahn ihm den roten Teppich ausgerollt. Nun ĂŒbernimmt der Minister die Schirmherrschaft fĂŒr eine Veranstaltung, die von einer auf Gewalt statt Diskurs orientierenden Bewegung mit organisiert wird. Die hessische Integrationspolitik ist wieder einmal auf gefĂ€hrlichen Abwegen.â








