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Rückkehr zu G9 - jetzt! Rückkehr zu G9 - jetzt!

Donnerstag, 14.03. 2013

Die von der Landesregierung verkündete Wahlfreiheit zwischen G8 oder G9 wird es de facto nicht geben, da nicht für jeden Betroffenen Schulen erreichbar sind, die G9 anbieten. Dazu und zur Klage eines 10-jährigen Schülers aus dem Kreis Bergstraße erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Eine Wahlfreiheit, die nur auf dem Papier existiert, ist wertlos. Aus diesem Grund verklagt ein 10-jähriger Schüler des Überwaldgymnasiums das Land Hessen. Der Schüler befindet sich derzeit in der 5. Klasse und soll nun gezwungen werden, weiterhin unter G8 seine Schulzeit zu durchlaufen.

Besonders unverständlich ist diese Regelung, da das Gymnasium im kommenden Schuljahr zu G9 zurückkehren wird und 100% der Eltern diese Rückkehr gewünscht haben. Dies wird die erste von vielen Klagen sein, die das Land Hessen trifft.“

Für DIE LINKE sei klar: G8 schade den Kindern und Jugendlichen, die Zeit in ihrer Entwicklung und Zeit zum Lernen brauchten, so Cárdenas. Wenn die Landesregierung dies erkannt und in ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigt habe, sei es unverantwortlich, weiterhin Kinder zu zwingen, G8 durchlaufen zu müssen. Die Elterninitiative G9-Wahl Hessen habe dazu erst jüngst in kürzester Zeit für eine Petition über 22.000 Unterschriften in Hessen gesammelt.

Martina Tavaglione, Elternvertreterin am Überwaldgymnasium, betont: „Wir wollen verhindern, dass die Landespolitik versucht, die unangenehme G9-Problematik einfach auszusitzen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 müssen den Schritt zurück zu G9 mitgehen dürfen. Dies gilt nicht nur für unser Gymnasium, sondern für alle betroffenen Jahrgänge in ganz Hessen.“

Christiane Hennrich, DIE LINKE-Direktkandidatin Bergstraße II und Mutter zweier von G8 betroffenen Söhne, ergänzt: „Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem über die Möglichkeiten von Petitionen hinaus gedacht werden muss, um auch für die 5. und 6. Klassen zeitnah noch eine Veränderung herbeiführen zu können. Eine Klage gegen das Land Hessen ist hier konsequenterweise der nächste Schritt. Eltern setzen sich seit Monaten gegen diese Regelungen zu Wehr – und betonen immer wieder, dass G8 von ihnen zu keinem Zeitpunkt gewollt war.

Wir als LINKE nehmen den Wunsch der Betroffenen ernst und lehnen uns gegen die Halbherzigkeit der Landesregierung auf, mit der sie nur vereinzelten Gymnasien die Rückkehr zu G9 ermöglichen und sich zudem auch noch gegen den Elternwunsch der derzeitigen 5. und 6. Klassen stellen.“

Adelheit Viesel, Rechtsanwältin, fügt hinzu: „Wir sind der Auffassung, dass es keinerlei Argument gibt, dem einstimmigen Elternwunsch zur Rückkehr nicht Rechnung tragen zu wollen. Der Schulleiter hat dargestellt, dass eine Umstellung auf die Organisationsform G9 problemlos möglich sei.

Die Eltern der jetzigen 5. Klassen sehen sich in ihrem Recht auf Gleichbehandlung verletzt, wenn ihren Kindern im Vergleich zu den nachfolgenden 5. Klassen die Organisationsform G9 vorenthalten wird.“

 

 


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