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CDU inszeniert im Hessischen Landtag Anti-Bildungsstreik-Veranstaltung als vermeintlich ‚offene Diskussion mit Schülern’

Dienstag, 16. Juni 2009


Für Mittwoch (17. Juni 2009) lädt Markus Gaßner (Junge Union), Stadtschulsprecher der Landeshauptstadt Wiesbaden, in Raum 501 A des Hessischen Landtages ein, um über den bundesweiten Bildungsstreik, der an diesem Tag seinen Höhepunkt finden soll, zu debattieren. Dazu erklärt Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:


„Was für eine peinliche Inszenierung der CDU: Gaßner ist Vorstandsmitglied der Jungen Union Wiesbaden. Offenbar soll es unter bewusster Ausgrenzung der Landesschülervertretung einige handzahme Fragen der Jungen Union an die bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher von CDU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN geben. Vor diesem Hintergrund versteht es DIE LINKE. Fraktion fast schon als Kompliment, von Gaßner nicht eingeladen worden zu sein."

Dies liege auf der politischen Linie der Hessen-CDU: Demnach seien die Bildungsproteste illegitim und das Bildungssystem müsse zukünftig noch mehr auf Auslese und Druck setzen.

Cárdenas. „Dieses Verhalten ist in doppelter Weise zynisch. Am Montag noch hatte der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stefan Müller, die bundesweiten Proteste, an denen sich laut OrganisatorInnen bis zu 150.000 großteils parteilich unorganisierte Menschen beteiligen werden, als ‚öffentlichkeitswirksame Wahlkampf-Events der Linken' zu diffamieren versucht.

Heute bereits wird klar, dass auf derlei ideologische Interpretation realer und gravierender Missstände nur kommen kann, wer selbst solche Methoden kennt und pflegt: öffentlichkeitswirksame Partei-Events."

Neben der Frage nach dem Demokratieverständnis der CDU stelle sich abschließend jene nach demselben Gaßners: Inwiefern sei Gaßner seitens des Stadtschülerrates Wiesbaden überhaupt mandatiert worden, in dieser Weise zu agieren?