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Hessischer Kulturpreis: Die peinliche Posse Kochs zeigt die mangelhafte Bereitschaft der Hessischen Landesregierung den interreligiösen Dialog voranzubringen

Montag, 31. August 2009

Zur Beendigung des Streits um den Hessischen Kulturpreis erklärt Barbara Cárdenas, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE ist sehr erfreut darüber, dass nach nur einem einzigen Gespräch der vier vorgesehenen Kandidaten der deutsch-iranischen Schriftsteller und Islamwissenschaftler Navid Kermani nun doch den Hessischen Kulturpreis erhält. Leider ist das ein etwas später Sieg der Vernunft.

Dass es nach den Peinlichkeiten von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) als Vorsitzenden des Kuratoriums des Kulturpreises, noch zu dieser Einigung gekommen ist, ist der Offenheit Navid Kermanis zu verdanken. Im Gegensatz dazu haben sich Koch und sein Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) als unfähig erwiesen, den notwendigen Dialog anzustoßen.“

DIE LINKE unterstütze alle Bemühungen, die einen interreligiösen und interkulturellen Dialog zum Ziel haben, so Cárdenas. Denn die künftige politische Kultur sei schon jetzt - und werde mehr und mehr - eine multikulturelle sein.

Außerdem erwarte DIE LINKE, dass sich Roland Koch bei Navid Kermani entschuldigt.