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ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und das ‚System Koch’
Mittwoch, 25. November 2009
Anlässlich der bevor stehenden Sitzung des ZDF-Verwaltungsrats (am kommenden Freitag) erklärt Ulrich Wilken, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Vorsitzender des hessischen Landesverbandes:
„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht das Eigentum von Parteien und darf nicht zu deren Beute verkommen.
Der Versuch des hessischen Ministerpräsidenten, den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender aus dem Amt zu drängen, ist typisch für das ‚System Koch’: Ihm genehme Personen auf einflussreichen Posten platzieren - andere, die ihm politisch nicht nahe stehen oder unbequem sind, kaltstellen.
Kochs Vorgehen ist ein Angriff auf einen unabhängigen und unbequemen Journalismus, der nicht hingenommen werden darf.“
DIE LINKE unterstütze den Aufruf von compact e.V. (‚Kochs Feldzug gegen Pressefreiheit stoppen’) und fordere die eigenen Anhänger und Mitglieder auf, den Appell zu unterschreiben, so Wilken.
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Aufruf von Compact e.V.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
wenn es nach dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geht, soll das ZDF am Freitag die Zusammenarbeit mit seinem Chefredakteur Nikolaus Brender beenden. Brender zeichnet aus, was für einen guten Journalisten selbstverständlich sein sollte: Er ist überparteilich, unabhängig und unbequem. Offensichtlich zu unbequem für Roland Koch. Der betreibt seit Monaten die Ablösung des Journalisten und beschädigt damit die Pressefreiheit. Wenn Politik die Medien kontrolliert statt Medien die Politik, dann ist das Gift für unsere Demokratie. Wohin das führen kann, erleben wir in Italien unter Silvio Berlusconi. Kurz vor der entscheidenden Sitzung am Freitag fordern wir die Mitglieder des ZDF-Verwaltungsrats mit tausenden Unterschriften auf: Stoppen Sie die Einflussnahme der Parteipolitik!
Unterzeichnen Sie unseren Appell!
http://www.campact.de/eil/sn2/signer









