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Steuerfahnder-Affäre: CDU-Vorwürfe gegen die Frankfurter Rundschau sind dreist
Donnerstag, 11. Februar 2010
Zum Vorwurf aus den Reihen der CDU-Fraktion, die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau in der Steuerfahnder-Affäre habe den Charakter einer ‚Schmutzkampagne’ und sei kein seriöser Journalismus, erklärt Ulrich Willken, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Vorsitzender des hessischen LINKEN-Landesverbandes:
„Die Aussage des CDU-Abgeordneten Gottfried Milde, die Frankfurter Rundschau betreibe mit ihrer heutigen Geschichte ‚Freie Fahrt für Steuersünder’ eine ‚Schmutzkampagne’ (O-Ton Milde), stellt die Dinge auf den Kopf.
Nicht eine kritische Berichterstattung über die bundesweit für Schlagzeilen sorgende Affäre um ausgebremste Steuerfahnder ist der Skandal. Es ist vielmehr der Versuch der CDU-Fraktion, die Vorgänge zu bagatellisieren und nun auch noch die Arbeit von Journalisten als Teil einer Schmutzkampagne herabzuwürdigen.“
Was sich die Hessen-CDU unter seriöser Berichtersttattung vorstelle, sei in der Affäre um schwarze Kassen und geheime Konten in der Schweiz und in Liechtenstein deutlich geworden: Statt aufzuklären, aus welchen trüben Quellen das Geld stammte, gehörte es seinerzeit bei Vertretern der hessischen CDU zum ‚guten Ton, ebenfalls die Berichterstattung der Frankfurter Rundschau massiv zu kritisieren, so Wilken. Daran solle offenbar wieder angeknüpft werden.
Wilken erinnert daran, dass auch in der Ablösung des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender und dem Eingriff in die Rundfunkfreiheit der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) eine maßgebliche Rolle gespielt habe.
Wilken: „Nicht wer über Schmutzhaufen berichtet, muss kritisiert werden - sondern wer diese macht und dann auch noch dreist leugnet, für den Gestank verantwortlich zu sein.“









