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Ein Schritt nach rechts: Umbenennung der CDU-Landesgeschäftsstelle in Alfred-Dregger-Haus
Dienstag, 17. August 2010
Zur Entscheidung der hessischen CDU, die Landesgeschäftsstelle in Wiesbaden in Alfred-Dregger-Haus umzubenennen, erklärt Ulrich Wilken, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Vorsitzender des hessischen Landesverbandes der LINKEN:
„Die Geschäftsstelle der Hessen-CDU wird nach einem Mann umbenannt, der revanchistische Positionen vertreten und die Verbrechen der Wehrmacht geleugnet hat. Der Vorgang macht auf anschauliche und erschreckenden Weise deutlich, wie sehr die Hessen-CDU sich auch heute noch als Stahlhelm-Truppe und rechten Kampfverband versteht. Alfred Dregger, von 1967 bis 1982 Landesvorsitzender der hessischen CDU, hat mit seinen die NS-Wehrmacht verherrlichenden Positionen in der Grauszone zwischen konservativem und rechtsextremem Spektrum viele Jahre eine wichtige, unheilvolle Rolle gespielt."
Wilken erinnert daran, dass Dregger als ehemaliger Hauptmann und Bataillonskommandeur der Wehrmacht auch noch in den 1970er und 80er Jahren den 8. Mai 1945 nicht als Befreiung Deutschlands von der Nazi-Diktatur, sondern als ‚Niederlage Deutschlands' wertete. Außerdem habe er in trauter Einigkeit mit Rechtsextremisten wie Gerhard Frey von der DVU und Jörg Haider von der FPÖ 1995 rechte Aufrufe wie „Gegen das Vergessen" unterschrieben.
Wilken: „Die Wanderausstellung ‚Die Verbrechen der Wehrmacht 1941 – 1944' nannte er einen ‚Angriff auf Deutschland'. Wer sich die Mühe macht und im Internet nach Zitaten von Alfred Dregger sucht, stößt zudem auf Aussagen, die deutlich einen ausländerfeindlichen Grundtenor enthalten: ‚Die Rückkehr der Ausländer in ihre Heimat darf nicht die Ausnahme, sondern muss die Regel sein. Es ist nicht unmoralisch zu fordern, dass der uns verbliebene Rest Deutschlands in erster Linie den Deutschen vorbehalten bleibt' (Alfred Dregger, 21.10.1982)."









