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Fluglärm macht krank: Hessische Landesregierung gefährdet die Gesundheit zehntausender Menschen

Montag, 14. Dezember 2009

 
Zu den bekannt gewordenen Ergebnissen einer noch unveröffentlichten Studie zum Gesundheitsrisiko durch Fluglärm (siehe Spiegel-Artikel vom 14.12.2009: ‚Tödlicher Lärm’) und dem Wortbruch in Sachen Nachtflugverbot durch die Hessische Landesregierung erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
 
„Die Ergebnisse einer vom Bundesumweltamt in Auftrag gegebenen, noch unveröffentlichten Studie bestätigen die schlimmsten Befürchtungen: Lärm macht krank und führt zu einer dramatischen Zunahme lebensgefährlicher Krankheiten.
Die Hessische Landesregierung sowie die Regierungsparteien CDU und FDP sprechen gerne vom ‚Jobmotor Flughafen’. Dass dieser aber ein großes Gesundheitsrisiko darstellt und Fluglärm viele Menschen krank macht, fällt bei ihnen einfach unter den Tisch.
DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, ihren verantwortungslosen Kurs in Sachen Flughafenausbau und Nachtflugverbot zu korrigieren. Die Ergebnisse der Studie dürfen nicht ignoriert werden.“
 
Für DIE LINKE bleibe es dabei: Die Grenzen der Belastbarkeit sind für die Menschen in der Region schon jetzt überschritten.
Die Rodungsarbeiten im Kelsterbacher Wald seien unter ökologischen und - mit Blick auf die Ergebnisse der neuen Studie des Bundesumweltamtes - auch unter gesundheitspolitischen Gesichtspunkten eine Katastrophe, so Schaus. Eine verfehlte, auf die fortwährende Steigerung des Luftverkehrs setzende Verkehrspolitik müssten zahlreiche Menschen in der Region mit einer deutliche Zunahme von Gesundheitsrisiken bezahlen.
 
Schaus: „DIE LINKE sieht sich durch die Studie in ihrer Position bestärkt: Kein Flughafenausbau – für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr!“

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