Interview mit Hermann Schaus
Die Sicherheits- interessen der Menschen in der Region dürfen nicht länger den Profitinteressen von Fraport, Lufthansa und Co. Untergeordnet werden.
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Gesundheitsschäden durch Fluglärm: Hessische Landesregierung darf sich hier nicht länger wegducken
Dienstag, 12. Januar 2010
Alle vom Fluglärm betroffenen Kommunen sollen ihre Daten aus den Lärmkatastern zur Verfügung stellen, damit eine Studie zu Gesundheitsschäden durch Fluglärm für die Umgebung des Frankfurter Flughafens erstellt werden kann, fordert das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot. Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„DIE LINKE begrüßt, dass das Anliegen, eine Studie zu Gesundheitsschäden durch Fluglärm zu erstellen, auf breite Unterstützung stößt. Es ist dringend notwendig, die Belastungen für die im Rhein-Main-Gebiet lebenden Menschen genauer zu untersuchen und die entsprechenden Ergebnisse noch in das laufende Klageverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht einzubringen.“
Da die im Auftrag des Bundesumweltamtes erstellte Studie von Professor Eberhard Greiser einen dramatischen Anstieg von Schlaganfällen und Herzerkrankungen bei Menschen rings um den Flughafen Köln-Bonn beklage, müsse auch die Situation am größten deutschen Flughafen untersucht werden, so Schaus.
Wer nur vom Jobmotor Flughafen rede, die ökologischen und gesundheitlichen Folgen des weiteren Flughafenausbaus und der Zunahme des Flugverkehrs aber einfach unter den Tisch fallen lasse, wie das die Hessische Landesregierung der Fall tue, handele verantwortungslos.
Schaus: „DIE LINKE geht davon aus, dass eine Untersuchung zu den Folgen des Fluglärms im Rhein-Main-Gebiet die einseitige Parteinahme der Landesregierung für die Interessen von Fraport und Luftfahrtunternehmen deutlich machen werde. Deshalb versucht die Landesregierung bisher, sich beim Thema ‚Fluglärm macht krank’ wegzuducken – eine Strategie, mit der sie die auf Dauer nicht durchkommen wird.“






