Interview mit Hermann Schaus
Wir fordern Rückkehr zur 40 Stunden-Woche
Der DGB hat völlig Recht, wenn er kritisiert, dass die falsche Entscheidung zur Rente mit 67 im Angestelltenbereich nicht dadurch besser wird, dass sie nun auch noch auf Beamtinnen und Beamte übertragen wird.
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Eine Studie zu den Folgen des Fluglärms wird kommen - das können die Luftfahrt-Lobbyisten in der Landesregierung nicht verhindern
Mittwoch, den 27. Januar 2010
Zur Weigerung der Hessischen Landesregierung, eine Studie zu den Gesundheitsrisiken durch Fluglärm in der Region Rhein-Main zu unterstützen, erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie hoch ihr Risiko ist, durch die aktuelle Fluglärmbelastung zu erkranken. Und wie sehr dieses Risiko durch den Flughafenausbau ansteigt. Das kann eine Studie nach dem Vorbild der Arbeiten von Professor Eberhard Greiser leisten.
Es ist unverantwortlich, dass sich die Luftfahrt-Lobbyisten in der Regierung, Wirtschaftminister Dieter Posch (FDP) und Ministerpräsident Roland Koch (CDU), gegen eine solche Studie sperren. Das Land Hessen hat die Pflicht, die Menschen über die gesundheitlichen Risiken durch Fluglärm zu informieren. Die Ergebnisse dieser Studie sind für die Planung der Gesundheitsvorsorge und der medizinischen Versorgung in der Region unverzichtbar.“
Die vom Fluglärm betroffenen Menschen hätten schon lange das Vertrauen in die Landesregierung verloren, so Schaus. Deshalb sei es ihr berechtigter Wunsch, dass die Risikostudie von einem unabhängigen Träger in Auftrag gegeben werde. Dialogforum und Umwelthaus seien Beispiele dafür, wie man die Interessen der Bürger nicht ernst genommen und ins Leere haben laufen lassen.
Schaus: „Eines ist sicher: Die betroffenen Menschen, die Kommunen und Landkreise sind entschlossen, eine Gesundheitsstudie auf den Weg zu bringen. Die Studie wird kommen, ob mit oder ohne Unterstützung der Landesregierung - und wenn wir mit der Sammelbüchse durch die Gemeinden ziehen müssen.“




