Interview mit Hermann Schaus

100x100_hermann_schausDie Sicherheits- interessen der Menschen in der Region dürfen nicht länger den Profitinteressen von Fraport, Lufthansa und Co. Untergeordnet werden.
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Arbeitsplatzentwicklung und Arbeitsbedingungen am Flughafen Frankfurt: Der Begriff vom ‚Jobmotor Flughafen' verschleiert die Realität

Montag, 06. September 2010

Am kommenden Samstag lädt die Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag zur Fachtagung ‚Jobmotor Flughafen Rhein-Main' in Rüsselsheim ein. Dazu erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:

„Von bis zu 100.000 neuen Arbeitsplätzen ist seitens der Befürworter des weiteren Flughafenausbaus die Rede gewesen. Diese in die Irre führende Zahl zur besseren Akzeptanz der Ausbaupläne haben die Befürworter mittlerweile auf 40.000 Stellen reduziert. Doch selbst diese überzogenen Arbeitsplatzprognosen täuschen darüber hinweg, dass am und um den Flughafen arbeitende Firmen weiter Arbeitsplätze abbauen, um mit möglichst wenig Menschen möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.
Außerdem gliedert die Fraport selbst z. B. Sicherheitsaufgaben in eine eigene Tochtergesellschaft aus, betreibt Tarifflucht, kürzt Löhne und Gehälter oder nötigt gemeinsam mit der Lufthansa die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste zu Lohnverzicht, um einer Ausgliederung zu entgehen."

Darüber hinaus sei absehbar, so Schaus, dass die neu entstehenden Einzelhandelsflächen im Neubaugebiet Gateway Gardens negative Auswirkungen auf den Einzelhandel der gesamten Rhein-Main-Region und die Beschäftigten haben werde. Schon bei der Schaffung von Cargo-City-Süd seien zwar tausende neue Arbeitsplätze im Speditionsbereich versprochen worden. Tatsächlich habe jedoch vor allem eine Verlagerung von anderen Standorten stattgefunden.

Schaus: „Vor diesem Hintergrund wird DIE LINKE die Arbeitsplatzentwicklung und Arbeitsbedingungen am Flughafen genau unter die Lupe nehmen, der Mär vom ‚Jobmotor Flughafen' einige Fakten entgegensetzen und natürlich an der Seite der Gewerkschaften gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kämpfen."



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