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Fluglärm macht krank – die Landesregierung muss handeln!

Donnerstag, 30. September 2010

Anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde zu Gesundheitsgefahren durch Fluglärm in der Rhein-Main-Region erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Fakt ist: Es gibt kausale Zusammenhänge zwischen Fluglärm und Gesundheitsschäden. Eine besondere Gefährdung der Bevölkerung ist durch nächtlichen Fluglärm gegeben. Dieser Zusammenhang ist nach der Anhörung zur Fluglärmbelastung unbestreitbar."

Deshalb müsse endlich die langjährige Forderung der Anrainergemeinden nach einem Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr umgehend umgesetzt werden, so Schaus.

„Die gesundheitsgefährdende Lärmbelastung wird sich mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen noch weiter steigern. Es muss also jetzt gehandelt werden.

Außerdem ist es dringend geboten, das bestehende und zukünftige Ausmaß der gesundheitlichen Schädigungen durch den Fluglärm zu untersuchen, um die Bevölkerung so früh wie möglich aufklären und weitere Maßnahmen ergreifen zu können. Dazu haben die in der Initiative Zukunft Rhein-Main (ZRM) zusammengeschlossenen 19 Anrainerkommunen einen sinnvollen und praktikablen Vorschlag gemacht."

Der Vorschlag des Umwelt- und Naturschutzhauses sei keine Alternative, weil sich die Untersuchung nicht nur auf Fluglärm, sondern auf den gesamten Verkehrslärm beziehen soll und über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren angelegt sei.

DIE LINKE fordere, neben einer Fluglärmstudie auf der Grundlage des ZRM, dass zudem eine oft geforderte Gesamtbelastungsstudie für das gesamte Rhein-Main-Gebiet durchgeführt werde.


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