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Neonazis im Keltenmuseum: Aufklärung über Geschichtsmissbrauch gehört zum museumspädagogischen Auftrag

Freitag, 06. Mai 2011

Zum Einsatz zweier Neonazis als Wachleute im neu eröffneten Keltenmuseum auf dem Glauberg erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Wir begrüßen die rasche Reaktion der Museumsleitung, die den fraglichen Neonazis umgehend Hausverbot erteilt hat. Teil des Umgangs mit der Geschichte der Kelten muss heute auch sein, über den Missbrauch dieses historischen Erbes durch neofaschistoide Organisationen aufzuklären.

Um zu verhindern, dass das Glauberger Museum zu einer Anlaufstelle für Neonazis wird, hält es DIE LINKE für notwendig, sich in den Räumen des Museums kritisch mit der Instrumentalisierung der keltischen Geschichte durch neonazistische Gruppen zu beschäftigen. Der Eklat bei der Eröffnung des Museums hat deutlich gemacht, dass es sinnvoll ist, beispielsweise mit einer Schautafel den Geschichtsmissbrauch durch Neonazis zu verurteilen."

Der Vorfall um die zwei Wachmänner sei außerdem ein weiteres Beispiel dafür, wie die öffentliche Auftragsvergabe rein nach dem Kriterium des billigsten Angebots unerfreuliche Nebenwirkungen hervorrufe, so Schaus weiter.

Durch das Out-Sourcing von Dienstleistungen in öffentlichen Einrichtungen vergebe sich das Land jeglichen Einfluss auf die Personalpolitik – die Verantwortung falle letztlich aber erst recht auf die Auftraggeber zurück.


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