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Änderung der Flugrouten: DIE LINKE fordert Studie zu den Gesundheitsschäden durch Fluglärm

Dienstag, 24. Mai 2011

Nach der Änderung der Anflugrouten auf den Frankfurter Flughafen und der weiteren Zunahme von Flugbewegungen in Folge des Ausbaus befürchtet der Mainzer Kardiologe Prof. Thomas Münzel einen deutlichen Anstieg der Zahl von Schlaganfällen und Herzinfarkten (Interview im Wiesbadener Kurier von heute). Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Aussage von Prof. Münzel ‚als Mediziner wundert es einen, wie die Politik dem Bau einer neuen Landebahn in dieser eh schon belasteten Region zustimmen konnte', wirft ein Schlaglicht auf die Ignoranz der Hessischen Landesregierung.

Die vielzitierte Studie zum deutlichen Anstieg von Schlaganfällen, Herzerkrankungen und Krebserkrankungen rund um den Flughafen Köln-Bonn macht deutlich: Die von Fluglärm ausgehenden Gesundheitsschäden müssen stärker beachtet werden. Da das Flugaufkommen in Frankfurt über dem in Raum Köln-Bonn liegt, muss sogar von noch höheren Krankheitszahlen ausgegangen werden."

Doch, so fragt Schaus, was mache die schwarz-gelbe Landesregierung? Sie spreche nur vom Jobmotor Flughafen und halte sich noch nicht einmal an das einst gegebene Versprechen, im Gegenzug für einen weiteren Ausbau werde es zu einem Nachtflugverbot kommen.

DIE LINKE sei davon überzeugt, dass eine Gesundheitsstudie die Nachtflugregelung der Landesregierung zum Kippen bringen würde. Dann müsse über die von der LINKEN geforderte Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr neu nachgedacht werden.

Schaus: „DIE LINKE setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass für das Rhein-Main-Gebiet zügig eine eigene Studie zu den Folgen des Fluglärms erstellt wird. Die bisherige fünfjährige Planung durch das Umwelthaus ist nicht akzeptabel. DIE LINKE wird das Thema immer wieder in den Landtag einbringen. Der Versuch von Wirtschaftminister Dieter Posch (FDP), sich hier einfach weg zu ducken, wird keinen Erfolg haben."


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