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LKA-Präsidentin endlich offiziell abgelöst ‒ wie geht es weiter?
Mittwoch, 15. Juni 2011
Zur Ankündigung des Innenministers zur „Nichtbewährung" von LKA-Präsidentin Thurau erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Innenminister Boris Rhein (CDU) hat viel zu lange gebraucht, um klare Konsequenzen aus dem offenkundig falschen Führungsverhalten der LKA-Präsidentin zu ziehen. Nachdem Sabine Thurau trotz jahrelanger Mobbing-Gerüchte erst zur LKA-Chefin gemacht und dann vom Innenministerium lange gedeckt wurde, kommt die jetzige Feststellung des Innenministers, sie habe sich in ihrer Führungsfunktion nicht bewährt, viel zu spät."
Frau Thurau hätte nach den seinerzeit schon bekannten Vorfällen im Polizeipräsidium Frankfurt erst gar nicht zur LKA-Chefin ernannt werden dürfen. Es stelle sich deshalb nach wie vor die Frage, wie Frau Thurau in ihre frühere Führungsfunktion als Vizepräsidentin des PP Frankfurt gekommen sei und welche Seilschaften daran mitgewirkt hätten. Deshalb sei eine intensive Aufarbeitung der Führungsstruktur und -kultur in der Hessischen Polizei weiterhin von Nöten.
Schaus: „In den vergangenen Monaten haben wir immer wieder erleben müssen, dass unsere Kritik und unsere Berichtsanträge seitens des Innenministers niedergemacht wurden. Der Innenminister sollte besser seinen Laden in Ordnung bringen, statt die Oppositionsparteien zu beschimpfen."








