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Neue Landebahn und Vogelschlagrisiko: Das Hessische Wirtschaftsministerium hat die Öffentlichkeit angelogen
Montag, 09. Januar 2012
Die Flughafenbetreibergesellschaft Fraport gibt nun zu, dass am 21. November letzten Jahres mindestens zwei Flugzeuge wegen Vogelschlags nicht auf der neuen Landebahn landen konnten. Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„DIE LINKE hat der schwarz-gelben Landesregierung bereits im letzten Jahr vorgeworfen, sie handele hochgradig verantwortungslos, wenn die Nordwestbahn ohne sicher funktionierendes Vogelschlag-Frühwarnsystem in Betrieb gehen sollte. Dass genau dies geschehen ist, belegen nun die neuesten Informationen der Fraport an die Bürgerinitiative Eddersheim.
Schlimmer noch: Dem vorliegenden stenografischen Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr, der am 1. Dezember tagte, ist zu entnehmen, dass die Landesregierung eine Anfrage der LINKEN falsch beantwortet hat.
Auf die Frage, ob Flugzeuge wegen Vogelschlags nicht auf der Nordwestlandebahn landen konnten, antwortet der zuständige Ministerialdirigent Maßberg im Auftrag von Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP): ‚Für alle: Es war kein Vogelschlag.‘ Nach den Angaben von Fraport zu den Vorgängen am 21. November 2011 war diese Aussage eine Lüge.“
DIE LINKE fordere die Landesregierung erneut auf, die Sicherheitsinteressen der Menschen in der Region nicht länger den Profitinteressen der Fraport unterzuordnen, und bis zur Klärung des bestehenden Vogelschlagrisikos die Nutzung der neuen Landebahn zu untersagen.
Schaus: „Die Landesregierung hat nicht nur auf Teufel komm raus den Bau der Nordwestlandebahn durchgesetzt, sie hat auch noch eine frühzeitige Prüfung wichtiger Sicherheitsfragen, zu der das Vogelschlagrisiko gehört, unterlassen.
DIE LINKE sieht sich in ihrem Urteil nicht nur hinsichtlich des unzumutbaren Fluglärms bestätigt: Die neue Landebahn hätte nie gebaut werden dürfen.“









