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Landeschefin der liberalen Frauen: Austritt wegen ‚frauen- und familienfeindlicher Einstellungen in der FDP‘

Mittwoch, 11. Januar 2012

Die Landeschefin der ‚Liberalen Frauen‘, Brigitte Pöpel, ist aus der FDP sowie aus der FDP-Fraktion im Wiesbadener Stadtparlament ausgetreten, da sie nach eigenen Aussagen in der FDP in unzumutbarer Weise mit Frauen- und Familienfeindlichkeit sowie Intoleranz konfrontiert gewesen sei. Dazu erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Brigitte Pöpels Eindruck, dass die FDP von jungen, männlichen Karrieristen dominiert sei und ein familien- und frauenfeindlicher Ton vorherrsche, ist leider eine zutreffende Zustandsbeschreibung des Männerclubs FDP.“

Man nehme verwundert zur Kenntnis, so Schaus, wie eine Partei, die Persönlichkeiten wie Hildegard Hamm-Brücher hervorgebracht habe, sich aktuell präsentiere.

„Die gute Nachricht: Frauenfeindlichkeit kann in der FDP-Landtagsfraktion nur am Rande vorkommen. Die schlechte: Die zwanzigköpfige FDP-Fraktion besteht aus 19 Männern und einer Frau. Dass der Wiesbadener FDP-Kreisvorsitzende Florian Rentsch, gleichzeitig Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, lapidar über den Vorwurf Pöpels hinweggeht, in der FDP herrsche ein frauen- und familienfeindlicher Ton, lässt tief blicken.“


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