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Kein Abbau von Arbeitsplätzen bei EDS - Wahlversprechen der CDU nur heiße Luft

Dienstag, 13. Januar 2009

Zum beabsichtigten Abbau von 450 Arbeitsplätzen beim IT-Spezialisten EDS (Electronic Data Systems) und nach einem Gespräch mit dem Betriebsrat von EDS in Rüsselsheim
erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag, Hermann Schaus:


„Die von der CDU überall plakatierten Wahlkampfaussagen - ‚In Zeiten wie diesen kämpfen wir um jeden Arbeitsplatz' - sind nur leeres Wahlkampfgetöse. Andernfalls wäre schon gehandelt worden."

Es sei notwendig, dass sich die Landesregierung unverzüglich an den Vorstand von HP Deutschland in Böblingen wende, um den drohenden Arbeitsplatzabbau in Rüsselsheim und den anderen Standorten noch in letzter Minute abwenden zu können, so Schaus. Derzeit kämpften die Beschäftigten von EDS, gemeinsam mit den Gewerkschaften IGM und ver.di, für einen Tarifvertrag zur Beschäftigungs- und Standortsicherung.

EDS sei weltweit einer der größten Anbieter von Dienstleistungen der IT-Branche. Die Firma sei im August 2008 vom US-Konzern Hewlett Packard (HP) für 14 Mrd. US-Dollar gekauft worden. Um eine höhere Rendite erzielen zu können, wolle HP im Unternehmen nun weltweit 24.600 Arbeitsplätze kurzfristigen Profitinteressen opfern. Davon seien auch 1.400 Arbeitsplätze in Deutschland (1.150 bei EDS und 250 bei HP) betroffen, die teilweise ins Ausland verlagert werden sollten. Bei der EDS Operations Services GmbH mit knapp 1600 Beschäftigten am Standort Rüsselsheim sollten nach den HP Planungen fast ein Drittel der Beschäftigten gehen - und dies, obwohl die Firma erfolgreich arbeite.

Schaus: „Der drohende Personalabbau, der nicht auf die derzeitige Automobilkrise bzw. Weltwirtschaftskrise zurückgeführt werden, sondern ist der Profitgier des Multis HP geschuldet. DIE LINKE unterstützt Betriebsrat und Gewerkschaften bei ihren Vorhaben, EDS in seiner jetzigen Struktur zu erhalten und am Standort Rüsselsheim keine Arbeitsplätze abzubauen. Dies werden wir auch im neuen Landtag zur Sprache bringen."