Interview mit Marjana Schott
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Fraport braucht einen Vorstandsvorsitzenden, der eine Neuausrichtung im Interesse der Bevölkerung vornimmt
Freitag, 20. März 2009
Gemeinwohlorientierung statt internationale Konkurrenz und UmweltzerstörungZur geplanten Berufung des bisherigen Fraport-Finanzvorstands, Stefan Schulte, zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Flughafenbetreibergesellschaft als Nachfolger von Wilhelm Bender, erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Ob Bender (SPD-Mitglied) oder Schulte (CDU-Mitglied) - diese Personalie wird an der verfehlten Geschäftspolitik von Fraport nichts ändern. Die Mehrheitsanteilseigner Hessen und Frankfurt müssen endlich dafür sorgen, dass der Fraport-Vorstand die Interessen der Beschäftigen und der Bevölkerung berücksichtigt und wirklich nachhaltig arbeitet."
Die gegenwärtige Krise, mit ihren spürbaren Auswirkungen auf den Luftverkehr, sollte für eine Neuausrichtung des Unternehmens genutzt werden, das zu 31,6 % dem Land Hessen und zu 20,2 Prozent der Stadt Frankfurt gehöre, so Schaus.
„Fakt ist: Seit Monaten sinken Passagierzahlen und Frachtmengen auf Rhein-Main und ein Ende des Abschwungs ist nicht absehbar. Es ist widersinnig, dass ein Unternehmen, das sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befindet, Lohndumping betreibt und die Lebensbedingungen der Menschen in der Region durch die Flughafenerweiterung und Nachtflugverkehr massiv schädigt."









