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Fraport handelt wider die Interessen der Region und der eigenen Beschäftigten

Freitag, 10. Juli 2009


DIE LINKE-Fraktion stellt Mitarbeit im ‚Forum Flughafen und Region’ aus Solidarität mit Fraport-Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ein

Zum Erpressungsversuch des Vorstandes und der Arbeitgebervertreter im Aufsichtsrat der Fraport, den 5.000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste am Frankfurter Flughafen drohe eine  Ausgliederung in eine Billiglohngesellschaft, wenn sie nicht Lohnkürzungen zustimmen, erklärt Hermann Schaus, innen- und gewerkschaftspolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist beschämend, dass ein Unternehmen, das mehrheitlich im Eigentum des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt ist, in dieser rücksichtlosen Art und Weise den eigenen Profit vor die elementaren Interessen der Beschäftigten stellt. Deshalb werden wir aus Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen des DGB und ver.di nicht weiter im Forum Flughafen und Region (FFR) mitarbeiten.“

DIE LINKE unterstütze die Entscheidung des DGB Hessen und des Landesbezirks Hessen der Gewerkschaft ver.di, ihre Mitarbeit bei der Mediation des Forums Flughafen und Region (FFR) sowie dem Konvent des Forums aus Protest einzustellen. Die Gewerkschaften seien gut beraten, allen  Versuchen, durch Tarifflucht und Lohndrückerei die durch die Wirtschaftskrise schwierige Ertragslage des Unternehmens zu verbessern, eine klare Absage zu erteilen.

Schaus: „Das Geschäftsmodell von Fraport ist auf internationalen Konkurrenzkampf und die ökologisch verheerende Ausweitung des Flugverkehrs ausgerichtet. Die internationale Wettbewerbsposition wird aber vor allem auf Kosten der Beschäftigten errungen. Offensichtlich muss Fraport ihre Kassen für den Ausbau füllen, denn sie will drei Milliarden Euro der benötigten sieben Milliarden Euro Gesamtkosten des Ausbaus aus eigenen Mitteln, ohne Kreditaufnahme, in den nächsten fünf Jahren zusammenraffen.“