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European Business School: Millionen für die Elite – Mittelkürzungen für den Rest

Mittwoch, 16. Juni 2010

Anlässlich des im Wiesbadener Kurhauses stattfindenden Festaktes zur Aufwertung der European Business School zur Universität erklärt Janine Wissler, hochschulpolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Förderung von Eliten und Bildungsabbau in der Breite – das ist die Prioritätensetzung der schwarz-gelben Landesregierung. Das ist Klientelpolitik in Reinform. Der Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion, Florian Rentsch, ist als einziger Politiker Mitglied im Vorstand der EBS-Stiftung, kein Wunder also, dass ihm die EBS besonders am Herzen liegt.

Schwarz-gelbe Politik untergräbt fortwährend das Recht auf Bildung für Alle, in dem die Mittel für ohnehin chronisch unterfinanzierte staatliche Schulen und Hochschulen gekürzt, aber privaten Elite-Unis wie der European Business School (EBS) zweistellige Millionenbeträge – 40 Millionen Euro zur Anschubfinanzierung von der Stadt Wiesbaden und dem Land - in den Rachen geworfen werden. Und die Frage, die Kinder welcher Eltern sich 12.000 Euro Studiengebühren im Jahr leisten können, ist leicht zu beantworten."

Die angekündigten Proteste von Schülern, Studierenden und der Bildungsgewerkschaft GEW zeigten jedoch, so Wissler, dass die Pläne der Landesregierung nicht einfach hingenommen würden.


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