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Hans-Jürgen Irmer für Prügelstrafe?

Dienstag, 13. Juli 2010

Stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion mal wieder auf Abwegen

Hans-Jürgen Irmer, bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, ist Herausgeber eines Blattes (Wetzlar Kurier), in dem nicht nur regelmäßig über Migranten und Muslime gehetzt, sondern nun auch die Prügelstrafe als Instrument der Züchtigung von Schülern gutgeheißen wird. Dazu erklärt Janine Wissler, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:  

„Es ist ein bundesweit einmaliger Vorgang, dass der stellvertretende Vorsitzende einer CDU-Landtagsfraktion und deren bildungspolitischer Sprecher im Jahr 2010 ein Blatt herausgibt, in dem die Prügelstrafe bei Schülern verharmlost und gutgeheißen wird. Die Prügelstrafe in der Schule ist glücklicherweise seit langem abgeschafft.“

Ausgerechnet in Zeiten einer gesellschaftlichen Debatte über Gewalt und Missbrauch von Kindern, sei in der aktuellen Ausgabe des Wetzlar Kuriers das Folgende zu lesen:

„Wenn, weil man ihn aufgeputscht,
die Hand des Lehrers ausgerutscht
und das ist deshalb vorgekommen,
weil sich Schüler schlecht benommen,
dem Störer wurd‘ eine geschmiert,
dann wird heute prozessiert.
Ganz anders war’s vor vielen Jahren
Als wir noch in der Schule waren.
Man war beschämt und nicht verletzt,
wenn es Ohrfeigen gesetzt,
und man hat es nicht gewagt,
zu Haus‘ darüber sich beklagt.
Hätt‘ man den Eltern dies gepetzt,
dann hätt‘ es noch eine gesetzt.“

Es sei höchste Zeit, dass die CDU Konsequenzen ziehe. Irmer sei wiederholt mit Äußerungen an die Öffentlichkeit gegangen, die im rechtsradikalen Diskurs zuhause seien. Aktuell werde im Wetzlar Kurier das grundgesetzlich geschützte Recht auf körperliche Unversehrtheit in Frage gestellt. „Irmer ist ein geistiger Amokläufer und gehört aus dem Verkehr gezogen“, so Wissler.

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