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Leiharbeit zurückdrängen – gesetzlichen Mindestlohn einführen

Mittwoch, 02. Februar 2011

Zur heutigen Debatte um den Antrag der SPD-Fraktion zur Leiharbeit (Drs. 18/2702) erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:

„Das Bundesarbeitsgericht hat im Dezember letztinstanzlich festgestellt, dass mit den Leiharbeitern seit Jahren ein übles Spiel gespielt worden ist. Sie leiden nicht nur unter unsicheren Perspektiven und Arbeitsverhältnissen. Ihre ‚christlichen' Tariflöhne liegen zudem unterhalb dessen, was man als anständige oder ausreichende Entlohnung bezeichnen kann.

Leiharbeit ist modernes Tagelöhnertum mit allen hässlichen Seiten, die so ein Berufsleben mit sich bringt. Sie muss daher drastisch eingedämmt werden. Die einfachste Methode dazu wäre, die Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, kurz Hartz-Gesetze, der rot-grünen Bundesregierung zurückzunehmen. Leiharbeit war in Deutschland jahrzehntelang illegal. Wer heute ihren Missbrauch beklagt, muss nur die gesetzlichen Regelungen abschaffen, die nur dazu gedacht waren, sie auszuweiten, um reguläre Beschäftigung zu verdrängen."

Autor dieser unglückseligen Regelungen sei leider dieselbe SPD gewesen, die sich heute als Schutzpatron der Leiharbeiter profilieren wolle, so Wissler.


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