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Fluglärmgipfel: Gute Plätzchen und Allgemeinplätze des Ministerpräsidenten sind deutlich zu wenig

Donnerstag, 19. Januar 2012

Zum gestrigen Gespräch des Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) mit Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerinitiativen (BI) gegen Fluglärm erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:

„Die Landesregierung hat erst reagiert, als der Protest gegen den Dauerlärmteppich über Rhein-Main immer mehr zugenommen hat.

Wenn Volker Bouffier nun den Nachdenklichen gibt, nachdem die CDU jahrelang die Interessen der Menschen in den Flughafenanrainergemeinden ignoriert hat, ist das so lange vollkommen unglaubwürdig, wie die berechtigten Forderungen der von Fluglärm und Umweltzerstörungen betroffenen Menschen an Schwarz-Gelb abprallen. Und dass Bouffier mit Allgemeinplätzen statt konkreter Zusagen und klaren Positionen sich aus der Affäre zu ziehen sucht, ist einmal mehr deutlich geworden.

In den Worten eines Sprechers des Bündnisses der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau, der das Treffens so kommentiert – siehe Frankfurter Rundschau von heute: ‚Es hatte einen gewissen Höflichkeits- und vielleicht Unterhaltungswert, und die Plätzchen waren auch gut.'

Die lärmgeplagten Menschen benötigen keine guten Plätzchen und Allgemeinplätze des Ministerpräsidenten, sondern eine Reduzierung des Fluglärms und ein Ende der Politik des ‚Höher, Weiter, Schneller'".

DIE LINKE schließe sich der Forderung des BI-Bündnisses an, die jährlichen Flugbewegungen zu deckeln und letztlich deren Zahl deutlich zu reduzieren, so Wissler.