Interview mit Marjana Schott

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Das Wirtschaftsministerium kann sich selber in die Tasche lügen, aber 10.000 Schulabgänger wissen, dass sie keinen Ausbildungsplatz bekommen haben

Mittwoch, 19. August 2009

Zur heutigen Präsentation des Berufsausbildungsberichtes des Wirtschaftsministeriums durch Minister Posch erklärt Janine Wissler, wirtschaftspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:

„Die Behauptungen zur rosigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt klingen seit Jahren gleich und bleiben grundfalsch. In die Berechnung der Ausbildungsangebote schließt das Wirtschaftsministerium auch die tausenden Plätze ein, die staatliche oder staatlich geförderte Ausbilder anbieten. Jugendliche, die solche Maßnahmen absolvieren, stehen am Ende mit einer Ausbildung zweiter Klasse da, und sie wissen das. Minister Posch gesteht selbst ein, dass sich 9.600 Jugendliche im so genannten Übergangssystem befinden. Das sind fast so viele, wie dieses Jahr irgendeine Art von Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie sind dort, schreibt der Minister, um >ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern<. Wozu sollte das nötig sein, wenn Angebot und Nachfrage sich zu 99,8% decken?“

DIE LINKE fordere mehr Ausbildungsplätze beim Land Hessen und eine Ausbildungsplatzumlage.