Interview mit Marjana Schott
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Neue Zahlen zum Flughafen Kassel-Calden: Millionengrab aus Beton darf nicht realisiert werden
Donnerstag, 18. März 2010
Nach einem Bericht der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) wird der neue Flughafen Kassel-Calden deutlich teurer als bisher geschätzt. Das Projekt werde statt der bisher veranschlagten 151 Millionen Euro mehr als 200 Millionen Euro kosten. Dazu erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
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„Die neusten Zahlen geben der LINKEN Recht, die seit langem fordert, die Finger von einem Ausbau zu lassen. Nun ist es höchste Zeit, aus dem unsinnigen Projekt auszusteigen.
Wenn Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) gegenüber der HNA betont, die Landesregierung werde trotz der höheren Kosten an dem Flughafenbau festhalten, ist das die Fortsetzung einer unverantwortlichen Vogel-Strauß-Politik.“
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Fakt sei, so Schott, dass es für den Flughafen Kassel-Calden weder in der Planungsphase noch bei Beschlussfassung durch die Landesregierung verbindliche Zusagen von Fluggesellschaften oder eine tragfähige Prognose zur Entwicklung der Arbeitsplätze gegeben habe. Ein von CDU und FDP gern zitiertes Gutachten zu Calden stelle nur positive Arbeitsmarkteffekte dar, klammere negative Effekte des Flughafenprojektes auf Tourismus, Kurbetriebe und finanzielle Risiken aber kurzerhand aus.
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Schott: „Statt weiter auf Biegen und Brechen an einem Projekt festzuhalten, das Jahr für Jahr erhebliche Beträge verschlingen wird, muss sich endlich die Landesregierung der Realität stellen: Kassel-Calden darf nicht zum Millionengrab aus Beton werden.“









