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Biomassepotentialstudie Hessen: Erst kürzen, dann angeben. Wer die rote Laterne trägt, sollte nicht mit großen Zuwächsen prahlen

Montag, 07. Juni 2010

Zur Vorstellung der Biomassepotentialstudie Hessen erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Für die Energiewende ist eine Biomassepotentialstudie für Hessen eine von vielen Pflichtaufgaben der Landesregierung. Die Betonung des überdurchschnittlichen Anteils der Biomasse in Hessen an den Erneuerbaren Energien kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hessen im Bundesvergleich weiterhin den geringsten Anteil Erneuerbarer an der Energieversorgung hat."

Das Ende des Förderprogramms für Erneuerbarer Energien sei gerade erst von der hessischen Regierungsfraktion CDU und FDP verteidigt worden. Aus diesem Topf werde kein Geld mehr zur Biomasseförderung kommen.

Schott: „Wer die rote Laterne trägt und alles tut, damit dies so bleibt, hat keinen Grund mit hohen Zuwächsen zu prahlen. Problematisch ist darüber hinaus, dass die Landesregierung bei der Biomasse die größten Zuwachsraten bei der landwirtschaftlichen Produktion von Mais und Raps sieht. Das ist eine Fehlentwicklung. Durch den hohen Energieeinsatz beim Anbau dieser Pflanzen ist ein Klimaschutzeffekt sehr fragwürdig. Hier bieten sich andere Energiepflanzen mit einer besseren Energiebilanz und einem geringeren Einsatz von Agrochemikalien an."



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