Interview mit Marjana Schott
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Der beste Katastrophenschutz in Biblis: Abschalten!
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Zum Bericht des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) zur Frage des Katastrophenschutzes im Falle eines schweren Atomunfalls in Biblis erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„DIE LINKE teilt die Einschätzung des BUND: In einer so dicht besiedelten Region wie dem Rhein-Main-Gebiet kann es keinen realistischen Katastrophenschutz im Falle eines großen Atomunfalls geben. Der beste Katastropheschutz heißt: Abschalten!
Mindestens 70.000 Menschen sind nach der Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl gestorben. Viele leiden noch heute unter den Spätfolgen. Selbst ein weniger drastisches Ereignis hätte im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus mehrere 100.000 Todesopfer zur Folge."
Die von der Hessischen Landesregierung geplanten Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung für den Fall der Fälle zeigten, wie hilflos und lächerlich Katastrophenschutz bei einem schweren Atomunfall sei, so Schott. Alleine schon deshalb gehörten die Atomreaktoren Biblis A und Biblis B abgeschaltet.









