Interview mit Marjana Schott
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Gewalt gegen Frauen: Werden der heißen Luft und den warmen Worten auch mehr Mittel folgen, Herr Grüttner?
Freitag, 26. November 2010
Zum Ende der Aktionswoche „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte" aus Anlass des „Internationaler Tages gegen Gewalt an Frauen" erklärt Marjana Schott, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Die Aktion ‚Gewalt kommt mir nicht in die Tüte' wird hoffentlich nicht nur zu einer erhöhten Sensibilität gegenüber der Gewalt gegen Frauen führen, sondern auch zu deren verbesserten finanziellen Ausstattung seitens der Landesregierung und zwar auf Dauer. Ein erster Schritt wäre, der Verzicht auf die Streichung von 360 Millionen Euro in Kommunalen Finanzausgleich."
Seit Jahren könnten die frauenunterstützenden Netzwerke, Vereine und Büros ihre Arbeit nur durch die Einwerbung von Spenden und Bußgelder aufrechterhalten. Und auch das nur auf minimalem Niveau – bei gleichzeitigem Anstieg der Fälle. Von 2008 habe sich die Zahl der gemeldeten Fälle von 7.271 auf 7.529 im Jahr 2009 erhöht.
„Die Frauen-Notrufen und Frauenhäusern versuchen gewaltbetroffenen Frauen zu helfen. Ich erwarte nach einer wortreichen Aktionswoche seitens des Sozialministers Stefan Grüttner (CDU) in Zukunft auch eine angemessene finanzielle Ausstattung der Initiativen, die Frauen tagtäglich unterstützen."









