Interview mit Marjana Schott
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Hessisches Krankenhausgesetz: Gesetzentwurf der Landesregierung versagt schon in der Problemerkennung
Dienstag, 14. Dezember 2010
Zur zweiten Lesung des Gesetzentwurfs der Landesregierung für ein neues Hessisches Krankenhausgesetzes (HKHG) erklärt Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Bundesweit sterben in Krankenhäusern pro Jahr ca. 17.000 Menschen an vermeidbaren Fehlern. Diese im Jahr 2007 vom Aktionsbündnis Patientensicherheit veröffentlichen Zahlen zwingen zum Handeln. Der Gesetzentwurf der Landesregierung wird dem nicht einmal ansatzweise gerecht."
‚Qualität statt Kommerz' müsse die Zielsetzung heißen, so Schott. Konkret heiße das, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten durch gute Arbeitsbedingungen zu verbessern und zu den unter dem ehemaligen Gesundheitsminister Horst Seehofer erlassenen Personal-Standards zurückzukehren.
Schott: „Dringend notwendig ist es, das wie im Vorgängergesetz die Forderung nach ‚sozial tragbaren Vergütungen' durch die Krankenkassen wieder aufgenommen werden muss. Weniger belastetes und angemessen bezahltes Personal ist motivierter, macht weniger Fehler und bringt den Patienten mehr Zuwendung und Zuspruch entgegen. Nicht der Kommerz darf im Vordergrund stehen, sondern die Gesundheit der Patienten und des Klinikpersonals."









