Interview mit Marjana Schott

100x100_marjanaIn öffentliche Kindertages- betreuung und in ihre Qualität investieren!
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Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Demografischen Wandel erfordert Investitionen in die Zukunft

Freitag, 04. März 2011

Zu den Empfehlungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), wie sich Hessen am besten auf den demografischen Wandel vorbereiten und einstellen kann, erklärt Marjana Schott, sozial- und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Empfehlungen des IAB bestätigen die Forderungen der LINKEN: Es sind entschieden größere Anstrengungen nötig, um die Erwerbsquote der Frauen zu steigern. Wenn wir einem erheblichen Fachkräftemangel begegnen wollen, müssen wir Frauen und Männern ermöglichen, Erwerbsarbeit und Familiengründung in Einklang zu bringen. Außerdem muss die Landesregierung zügig flächendeckend für bedarfsdeckende, ganztägige Kinderbetreuungsangebote und Ganztagsschulen sorgen."

Insbesondere für Frauen sei Erwerbsarbeit nur dann sinnvoll, wenn das Einkommen nicht durch den Aufwand und die Kosten der Kinderbetreuung verschlungen werde. Auch deshalb sei es wichtig, dass Frauen beim Einkommen endlich den Männern nicht mehr mit 23% hinterher hinkten.

Schott: „Um die Studienabbrecher-Quote zu senken, muss den hessischen Hochschulen deutlich mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Wenn die Zahl der Professoren im Verhältnis zur Zahl der Studierenden ständig sinkt, leidet die Qualität der Lehre. Die Kürzungen der Hochschulmittel sind umgehen zurück zunehmen. All das ist nicht zum Nulltarif zu haben.

Das Fazit kann nur lauten: Hessen braucht keine Schuldenbremse, wie das eine große Koalition aus CDU, SPD, FDP und Grüne propagiert, sondern eine grundlegend andere Einnahmepolitik, die auch in Zukunft dringend notwendige Investitionen in Soziales und Bildung ermöglichet."