Interview mit Marjana Schott

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100 Jahre Internationaler Frauentag: Der Kampf für gleiche Rechte geht weiter!

Montag, 07. März 2011

Anlässlich des 100. Internationalen Frauentags am 8. März 2011 erklärt Marjana Schott, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Zwischen dem im Grundgesetz formulierten Anspruch 'Männer und Frauen sind gleichberechtigt' (Art. 3, Abs. 2) und der Lebenswirklichkeit klafft leider auch heute noch, 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag, eine große Lücke. Traurige Realität des Jahres 2011 ist, dass es in den Manageretagen und auch in weiten Teilen der Politik immer noch weitgehend frauenfreie Zonen gibt.

Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag gibt hier ein besonders miserables Beispiel ab: Unter den 20 FDP-Abgeordneten findet sich nur eine einzige Frau, d.h. die freidemokratische Politik im Hessischen Landtag ist fast reine Männersache.

Auch die FDP-Liste zur Landtagswahl Ende März im Nachbarland Rheinland-Pfalz ist mit 3 Frauen unter den ersten 25 Kandidaten ein Trauerspiel an Emanzipation und Gleichberechtigung. Dem halten wir entgegen: Frauen wollen nicht durch Männer vertreten werden, sie können sich selbst vertreten."

Wie notwendig auch heute noch der Kampf für gleiche Rechte sei, zeige sich mit Blick auf aktuelle Zahlen, so Schott: Frauen verdienten im Durchschnitt 23% weniger als ihre männlichen Kollegen. Deutschland liege hier auf einem der letzten Plätze unter den 25 EU-Ländern. Nach wie vor würden die führenden Positionen in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kunst vor allem von Männern besetzt.

Hinweis:

Die Frauenrechtlerin und Sozialistin Clara Zetkin regte auf der ‚Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz' im August 1910 in Kopenhagen einen Beschluss zur Einführung eines Internationalen Frauentages an. Dieser wurde im März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz erstmals begangen.