Interview mit Marjana Schott
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Zahlen des Statistischen Landesamts zeigen: Arbeitsbedingungen müssen verbessert, die Integration in Arbeit vorangetrieben werden
Mittwoch, 06. April 2011
Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes ist die Anzahl der Menschen in Hessen mit einer schweren Behinderung im letzten Jahr um 9.000 bzw. 1,6% auf jetzt knapp 12% gewachsen. Etwa 75% dieser schweren Behinderungen sind nicht angeboren, sondern werden im Laufe des Lebens erworben. Dazu erklärt Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag:
„Mehr als 500.000 Menschen in Hessen haben eine schwere Behinderung, die sie im Laufe ihres Lebens erworben haben und die meist vermeidbar gewesen wäre.
Die Politik ist dringend gefordert, Schritte zur Untersuchung der näheren Ursachen der erworbenen Behinderungen einzuleiten. Dazu gehören Maßnahmen, die den Erwerb von Behinderungen einschränken. Ziel muss sein für Arbeitsbedingungen zu sorgen, die die Gesundheit aller Beschäftigten erhält."
Außerdem müssten für Menschen mit Behinderung Maßnahmen zur (Re-)Integration ins Erwerbsleben deutlich ausgeweitet werden, so Schott.
„Es kann nicht hingenommen werden, dass Menschen sich am Arbeitsplatz die Gesundheit ruinieren und anschließend erwerbslos werden. Die Arbeitgeber sind hier gefordert, Arbeitsbedingungen zu verbessern und sich an Reintegrationsmaßnahmen zu beteiligen."









