Interview mit Marjana Schott

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... geht doch: Teile der CDU offen für einen gesetzlichen Mindestlohn

Montag, 16. Mai 2011

Nach einem Bericht in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau sprechen sich nicht nur die CDU-Sozialausschüsse dafür aus, den Mindestlohn der Zeitarbeit als Lohnuntergrenze für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer festzulegen. Auch Teile des CDU- Wirtschaftsflügels zeigen sich offen für ein solches Modell. Dazu erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE fordert seit langem eine Kehrtwende in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Ziel muss sein, Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Das bedeutet konkret: Umwandlung der Ein-Euro-Jobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 10 Euro.

Es ist erfreulich, wenn sich innerhalb der CDU die Sozialausschüsse und Teile des Wirtschaftsflügels nicht länger gegen diese Erkenntnis sperren: Ein gesetzlicher Mindestlohn ist notwendig, um eine verhängnisvolle Abwärtsspirale zu stoppen."

Es sei ein gesellschaftlicher Skandal, dass immer mehr Menschen mit Dumpinglöhnen abgespeist würden. Arm trotz Arbeit – dem müsse der Kampf angesagt werden.