Interview mit Marjana Schott

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Ansteigende Altersarmut ist sozialpolitische Bankrotterklärung – schneller Politikwechsel ist dringend notwendig

Donnerstag, 19. Mai 2011

Anlässlich der Landtagsdebatte zum Antrag der LINKEN, in dem Schritte gegen die weitere Zunahme der Altersarmut gefordert werden, erklärt Marjana Schott sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE fordert eine armutsfeste Rente, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Es ist eine fatale Entwicklung, dass zwischen 2000 und 2009 der reale Rentenwert in Hessen um mehr als 5% gesunken ist. Mit durchschnittlich 710 Euro pro Monat in 2009 liegt das hessische Rentenniveau deutlich unter der Armutsgrenze von 900 Euro."

Werde seitens der Politik hier nicht gegengesteuert, beschleunige sich der Trend sinkender Renten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sogar noch, so Schott. Rentenpolitische Kürzungen, die Ausbreitung von niedrigen Löhnen in Kombination mit geringfügiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, immer mehr von Arbeitslosigkeit durchsetzte Erwerbsbiografien – all das führe zu sinkenden Rentenanwartschaften.

Schott: „Diese Entwicklung markiert den Bankrott der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik der letzten Jahre. Notwendig ist ein umfassender Politikwechsel. Die gesetzliche Rente muss einen angemessenen Lebensstandard sichern.

Dazu sind vor allem alle Erwerbseinkommen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen und eine Politik für gute Arbeit und gute Löhne notwendig."