Interview mit Marjana Schott

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Bergmann-Bericht: Missbrauchsopfer brauchen Unterstützung – Hessische Landesregierung ist gefordert, Konsequenzen zu ziehen

Mittwoch, 13. Juli 2011

Christine Bergmann, unabhängige Beauftragte der Bundesregierung, hat heute Studienergebnisse zu  Missbrauchsfällen an Bildungseinrichtungen vorgestellt. Dazu erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag

„Es sind vor allem Heimkinder und Mädchen, die bis heute Opfer sexueller Übergriffe werden. Die von Christine Bergmann heute vorgestellten Ergebnisse machen deutlich: Obwohl das Thema Missbrauch im letzten Jahr durch die Medien ging und lange Zeit öffentlich diskutiert wurde, ist seitens der Politik bisher noch zu wenig geschehen.

So ist beispielsweise im letzten Jahr im Hessischen Landtag ein Antrag der Fraktion DIE LINKE mehrheitlich abgelehnt worden, in dem konkrete Schritte und praktische Maßnahmen zur Verhinderung von Missbrauch, etwa die Sicherstellung eines ausreichenden Angebots an Schulsozialarbeit, gefordert werden.“

Fakt sei, so Schott, dass immer dann, wenn konkrete Hilfe und praktische Maßnahmen zur Prävention gefragt seien, sich CDU und FDP als Bremser und Blockierer erwiesen.

Schott: „Erfreulich ist, dass nach Angaben Bergmanns Schulen und Internate vielerorts bereits Präventions- und Schutzkonzepte erarbeitet haben. Auch in Sportvereinen wird laut Bergmann genauer hingeschaut. Das ist der richtige Weg.

Nun ist die Politik gefragt, auch die ausreichenden Mittel zur Unterstützung dieser Arbeit zur Verfügung zu stellen.“