Interview mit Marjana Schott
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Die Abraumhalden aus der Kaliproduktion sind potentiell gesundheitsgefährdend und eine Hypothek für die kommenden Generationen
Donnerstag, 18. August 2011
Zum geplanten Verkauf von Staatswald zur Erweiterung von Abraumhalden am Standort Hattorf des Düngemittelherstellers K+S erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Solange es nicht zweifelsfrei erwiesen ist, dass von den Abraumhalden keine Gesundheitsgefahren für die Menschen in der Region ausgehen, ist es von der Landesregierung grob fahrlässig in den Flächenverkauf einzuwilligen."
Es bestehe die Gefahr, dass Stäube, die aus den Halden ausgetragen werden, Krebs erregen könnten. Abfälle aus der Kaliproduktion auf Halden zu schütten, sei allein deshalb kein zukunftsweisendes Entsorgungskonzept.
„Die Abraumhalden aus der Kaliproduktion sind eine Hypothek für kommende Generationen. Weder K+S noch die Landesregierung haben ein Konzept, wie mit den Halden nach dem Ende der Produktion in voraussichtlich 60 Jahren umgegangen werden soll. Noch bis zu 1000 Jahre lang werden Niederschläge Salze aus den Halden auswaschen, die nicht in das Grundwasser und die Flüsse gelangen dürfen."
In einem Konzept zu alternativen Produktions- und Entsorgungsverfahren im hessisch-thüringischen Kalirevier würden die Fraktionen der LINKEN der beiden Landtagsfraktionen in Hessen und Thüringen zeigen, dass auch eine verantwortungsvolle und umweltschonende Kaliproduktion möglich sei.
„Wir treten für eine nachhaltige Kaliproduktion ein. Das Haldenmaterial muss zur Verfüllung der Hohlräume wieder unter Tage verbracht werden. Darüber hinaus müssen die noch enthaltenen Rohstoffe besser genutzt werden. Beides verweigert K+S aus kurzfristigen Gewinninteressen, aber nur so lassen sich die Arbeitsplätze in Zukunft sichern."









