Interview mit Marjana Schott
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Fluglärm: Gesundheitsschutz muss Vorrang haben vor ökonomischen Interessen
Mittwoch, 31. August 2011
Zur heutigen Stellungnahme der Fluglärmkommission erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:
„Es ist eine Politik nach dem Sankt-Florians-Prinzip und völlig indiskutabel, wenn nun der Lärm von A nach B verlagert wird. Statt immer nur Maßnahmen vorzuschlagen, die den ökonomischen Interessen der Fraport gerecht werden, muss endlich der Gesundheitsschutz oberste Priorität haben."
Nach dem von der Landesregierung durchgeboxten, abermaligen Ausbau des Frankfurter Flughafens seien die Grenzen der Belastbarkeit vielerorts überschritten, so Schott. Deshalb seien nun Entscheidungen gefragt, die zu einer Verringerung des Lärm und nicht zu dessen Verschiebung führen.
Schott: „Die Höhen der Flugrouten müssen durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) überprüft und ein Sinkflugverfahren wie z.B. in am Flughafen London-Heathrow eingeführt werden.
Dass die DFS dazu mehr Fluglotsen einstellen muss und die maximale Kapazität des Flughafens etwas sinkt, muss akzeptabel sein. Es ist nicht hinnehmbar, dass nach dem Flughafenausbau die DFS und die Fraport AG allein ihre ökonomischen Interessen verfolgen und der Gesundheitsschutz immer weiter unter die Räder kommt. Dem hält DIE LINKE entgegen: Menschen vor Profite."









